Die Legende vom heiligen Trinker
von Joseph Roth
mit: Lisa Wildmann, Ernst Konarek, Wolfgang Seidenberg

"Heilig !?!" - "Ein Trinker !?!"
Igittigitt!
Aber unser Andreas ist eben ein Trinker. Er lebt unter einer der vielen Brücken von Paris. Und eines Abends bekommt er von einem gut gekleideten Herrn 200 Francs mit der Auflage, die Schulden an die kleine Heilige Therese in der St. Marie de Batignolles abzutragen.
Ein Wunder!
Von da an wird unser Andreas von Wundern geradezu heimgesucht. Hat er die 200 Francs versoffen oder mit Frauen verlebt, gelangt er wie durch ein Wunder immer wieder zur gleichen Summe und immer wieder hat er den besten Willen, der kleinen Heiligen Therese seine Schulden zu erstatten.
Doch nie gelingt es. Wie das bei Trinkern eben so ist.
Bis sie schließlich selbst in effigie als letztes himmelblaues Wunder zu ihm kommt und ihn erlöst.
Ein Heiliger - der Trinker.
Regie: Silvia Armbruster
Pressestimmen:
Nicht oft taugen
Prosatexte für das Theater, aber der Regisseurin Silvia Armbruster ist dieses
seltene Wunder geglückt: Sie bringt die Erzählung im Orginal auf die Bühne,
aber zugleich ist es ein ungeheuer lebendiger Theaterabend, der vor Spiellust
nur so strotzt, der die Vielseitigkeit der Schauspieler und die spezifischen
Qualitäten des Mediums ausschöpft...In dieser kleinen Produktion stecken
zahllose tolle Ideen und Regieeinfälle.... (Adrienn Braun,
Stuttgarter Zeitung)
Geschmunzelt und
gelacht wurde im Publikum viel.... die Bühne als wunderbar unseriöser Ort, an
dem Menschen sich verwandeln... Bravourös ist die Spielfreude des Trios,
komisch, grell, lasziv, aber auch anrührend das Geschehen. (Georg Pepl,
Hessische Nachrichten)
Hervorragend die
Idee, Hauptfigur Andreas nicht nur von einem Darsteller spielen zu lassen. Der
geniale Ernst Konarek, der wuchtige und doch so subtile Wolfgang Seidenberg und
die feinsinnige Lisa Wildmann teilen sich die Rolle. Sie zeigen die
Zerrissenheit der Figur. Die Persönlichkeit des Alkoholikers wird zur
Märchenfigur und so zu einem fragmentalen (Selbst-) Portrait Roth's. (Armin Bauer,
Ludwigsburger Zeitung)
Ein Zaubertheater der
Erinnerungen, das an die polnisch-jüdische Avantgarde um Tadeusz Kantor denken
lässt. (Petra Bail
Esslinger Zeitung)