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Onkel Wanja
von Anton Tschechow

mit: Roswitha Meyer, Jörg Stelling, Krista Pauer, Peter Bocek, Manfred Jaksch, Margret May und Walter Gellert
Eine Produktion des Armen Theaters Wien

Onkel Wanja

Tschechow schrieb „Onkel Wanja" um 1896. Er hat dazu seine 1889 uraufgeführte Komödie „Der Waldschrat" umgearbeitet. Die Figuren sind die gleichen geblieben. Wie schon in unseren Bearbeitungen von „Kasimir und Karoline" (Horváth), „Ein Duft von Blumen" (Saunders) und „Trauer muss Elektra tragen" (O`Neill) reduzieren wir den Erzählstrang auf sieben die Handlung tragende und vorwärts treibende Figuren: Serebrjakow, Elena, Sonja, Marja Wassiljewna, Wanja, Astrow, Telegin.
Durch diese Reduktion kommt die Uressenz der Handlung zum Vorschein, und es entsteht beinahe automatisch eine große Unmittelbarkeit, ein direkter Ton, Anti-Pathos. „Onkel Wanja" bekommt von Tschechow den Zusatz „Szenen aus dem Landleben" - genau auf diesen Szenencharakter legen wir den Fokus. Durch die daraus entstehende direkte Konfrontation, den psychologischen Realismus der Szenen machen wir den Zuschauer zum Mit-Denker und Mit-Entscheidungsträger. Unser Ziel ist die Beseitigung des Zeitsprungs zwischen innerem Impuls und äußerer Reaktion und dadurch eine große Unmittelbarkeit und Direktheit des Spiels. Impuls und Reaktion sollen zusammenfallen, so dass das Publikum nur eine Reihe sichtbarer Impulse sieht. Das Ergebnis ist eine Situation wie auf der Probe, offen und intim.

Regie: Erhard Pauer

 
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