Sabina Spielrein
mit: Graziella Rossi und am Saxophon: Raphael Camenisch

Freud und Jung übernahmen ihre Ideen - die Nazis nahmen ihr das Leben
Eine bewegende Produktion des Theater Stadelhofen mit Rossi Russius und das Saxophon, das damit die wichtigsten Städte im Leben von Sabina Spielreins aufsucht.
Die Schweizer Schauspielerin Graziella Rossi zeichnet in dem Stück die Lebensstationen der russisch-jüdischen Psychiaterin Sabina Spielrein (1885- 1942), Patientin und Geliebte von Carl Gustav Jung, nach. Sie erlebte die grossen politischen Tragödien, die im letzten Jahrhundert Europa heimgesucht haben, am eigenen Leib. In ihrem wechselhaften, ja dramatischen Leben, das sie von ihrem Geburtsort Rostow am Don über Zürich, Wien, Berlin, Moskau wieder nach Rostow führte, wurde sie das Opfer schicksalshafter Strömungen der Zeit. Als Patientin von C.G. Jung kam sie 1904 in die Irrenheilanstalt Burghölzi in Zürich, studierte hier nach ihrer Genesung Medizin und beschäftigte sich als Psychoanalytikerin intensiv mit dem Seelenleben von Kindern. Sie korrespondierte mit Sigmund Freud und war Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Gesellschaft. „Sabina Spielrein" ist die Geschichte einer außerordentlichen Frau.