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Heimat, sweet Heimat
von Charles Lewinsky nach der Musik von Hermann Leopoldi, Fritz Spielmann, Gerhard Bronner, Friedrich Holländer und anderen

mit: Anita Ammersfeld, Helmut Wallner, Roman Grinberg und Benjamin Rufin
URAUFFÜHRUNG

Heimat Sweet Heimat

Es erwartet Sie ein pointiertes und humorvolles Stück über Emigration und den Start in ein neues Leben, untermalt durch die Kompositionen namhafter österreichischer Exilkünstler. Entertainment mit Tiefgang! Der Rahmen: ein Wiener Café in New York im Jahr 1940, betrieben von Paula Schramek, Emigrantin aus Wien, deren begüterter Mann von den Nationalsozialisten umgebracht wurde, die sich aber selbst in die USA retten konnte. Nun muss sie sich ihr Leben selbst verdienen — und eröffnet ihr eigenes Lokal. Herr Johann, der Kellner, hat bereits Erfahrung in diesem Metier, verdiente er sich doch auch in der Heimat auf diese Weise sein Geld. Hinter dem Klavier: Sam, ein osteuropäischer Jude, der sich stolz auf seine neue Heimat Amerika zeigt. Und schließlich ist da noch Hagen Wuttke, ein junger Deutscher, dem Kommunismus zugetan und deshalb von den Nazis verfolgt.

Das Stück schwankt zwischen Wortwitz und Bitterkeit, zwischen Hoffnung, Selbstmitleid der Protagonisten, zwischen wehmütiger Rückschau und optimistischem Blick in die Zukunft. „Wir haben auch einmal gemeint, das gute alte Österreich ist für immer. Bis die Nazis einmarschiert sind“, lässt Lewinsky Herrn Johann sagen. Um ihn gleich darauf nachsetzen zu lassen: „Aber reden wir nicht von Politik. Das macht mich immer gleich melancholisch.“

Regie: Hanspeter Horner
Ausstattung: Sabina Pinsker
Premiere: 2. März 2006



“HEIMAT, SWEET HEIMAT”

Eine musikalische Revue
von Charles Lewinksy
unter Verwendung folgender Musik und Texte:

In einem kleinen Café in Hernals (A Little Café Down The Street)
Hermann Leopoldi / Peter Herz / Olga Paul
(Verlag Ludwig Doblinger, Wien München)

I Am A Quiet Drinker
Hermann Leopoldi / Salpeter / Arthur Berger
(Verlag Ludwig Doblinger, Wien München)

Powideltatschkerln (The Bouncing Polka)
Hermann Leopoldi / Rudolf Skutujan / Henry Prichard
(Verlag Ludwig Doblinger, Wien München)

Die Nowaks aus Prag
Hermann Leopoldi / Kurt Robitschek
(Verlag Ludwig Doblinger, Wien München)

Mein Lied ist aus Wien
Gerhard Bronner / Peter Herz
(Mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Bronner)

Wien wird tausendmal schöner
Fritz Rotter / Fred Spielmann
(Verlag Josef Weinberger, Wien)

Mein Herr Marquis
Johann Strauß / Carl Haffner / Richard Genée / Charles Lewinsky
(Schott Musik International)


Da wär´s halt gut wenn man englisch könnt
Hermann Leopoldi / Robert Gilbert
(Weltmusikedition International, Wien)

My Boy, My Boy
Fred Spielmann / Jimmy Berg / Fred Jacobson / Frank Loesser
(Paramount Music Corporation, N.Y.)

Greenhorn denkt nach
Markus Schönholzer/ Karl Farkas
(Auftragskomposition)

Amerikanisches Medley:
Sweet Land of Liberty
Hermann Leopoldi / Helly Möslein
Herzlichen Dank an Ronald Leopoldi
Star Sprangled Banner/Yankee Doodle /John Brown´s Body/
When Jonny Comes Marching Home/ America the Beautiful
(amerikanische Traditionals)

Im Exil
Markus Schönholzer / Mascha Kaleko
(Auftragskomposition)

Man gewöhnt sich an alles
Fred Spielmann / Hans Haller
(Preiser Records)

In 50 Jahren ist alles vorbei
Otto Reutter/Charles Lewinsky
(Bergwald-Verlag-Darmstadt)

Bei mir bistu schejn
Sholom Secunda / Saul Chaplin / Jacob Jacobs / Sammy Cahn

Schejn wie die Lewune
Joseph Rumshinsky / Khayim Tauber
(Ethnic Music Publishing Co., Inc., Carlstadt, N.J.)

An allem sind die Juden schuld
George Bizet / Friedrich Holländer

Das Berg- und Tal-Bahn-Gefühl
Friedrich Holländer

(All You Gotta Do Is) Snap Your Fingers
Fred Spielmann / Kermit Goell
(Hudson Music Corporation, New York)

Ich hab ein kleines Kabinett (I´ve Got A Little Kitchenette)
Fred Spielmann / Stephan Weiss / Licco Stein
(Verlag Ludwig Doblinger, Wien-München)

Take The A Train
Billy Strayhorn
(Campell Conelly & Company Limited, London)

You Can´t Take That Away From Me
George Gershwin / Ira Gershwin
(Chappel &Co., Inc.)

Das Weiße Rössel am Central Park,
Medley arrangiert von Jimmy Berg, bearbeitet von Charles Lewinsky
(Originalrechte WR Verlag Felix Bloch Erben)

Pressestimmen:

Der Schweizer Regisseur Hanspeter Horner verstand es, bitteren Humor und Anflüge von Sentimentalität im Gleichgewicht zu halten. Das Bühnenbild von Sabina Pinsker brachte die unterkühlte Atmosphäre des modernen New Yorker Cafés adäquat zum Ausdruck; der Wiener Kaffeehausbarock schwebte über allem wie ein ferner Traum. Auch eine rotweissrote Flagge an der Wand, die sich zu einem riesigen amerikanischen Sternenbanner entfaltete, fehlte nicht. (Neue Zürcher Zeitung, 27.3.2006)

Man hört Lieder, genießt jüdischen Witz. Sabina Pinsker hat den Raum gebaut, in dem sich die Tischchen rührend verloren ausnehmen. Ebenso verloren sind die Menschen auf dieser Insel der Unseligen. Anita Ammersfeld macht sich mit Charme über eine verhinderte Sängerin lustig, Helmut Wallner ist der Wiener Ober par excellence, Pianist Roman Grinberg ein tapferer Anpassungswilliger, Benjamin Rufin ein verzweifelter Neuankömmling. Regisseur Hanspeter Horner lässt erahnen, was es heißt, vertrieben zu sein, fremd in einer fremden Welt. (Wiener Zeitung, 4.3.2006)

 
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