Freunde, das Leben ist lebenswert
von Charles Lewinsky
mit: Hannes Gastinger, Johannes Seilern, Thomas Declaude, Sascha Oskar Weis, Marcus Thill, Sebastian Eckhardt, Jörg Stelling, Georg Lehner/Mathias Reinthaller

Wien, 1934: Der Librettist Fritz Löhner-Beda trifft in launiger Party-Stimmung auf seine Freunde, den Kabarettisten Fritz Grünbaum, und den Komponisten Hermann Leopoldi. Drei jüdische Künstler, die Frack tragen, sich amüsieren und, der eine mehr, der andere weniger, ihren Erfolg genießen. In der Figur des Chauffeurs Prohaska kündigt sich bereits das Liebäugeln der Österreicher mit dem NS-Regime an. 1938 wird für die drei Publikumslieblinge auf einen Schlag alles anders … Lassen Sie sich überraschen und berühren!
Buch und Regie: Charles Lewinsky
Musikalische Leitung: Roman Grinberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüm: Maria Kappeter
Premiere: 20. April 2005
Pressestimmen:
Der Schweizer Autor Charles Lewinsky hat über
die Künstlertragödie ein eindringliches Drama geschrieben und im neuen Wiener
Stadttheater Walfischgasse selbst inszeniert.
„Freunde, das Leben ist lebenswert“ führt die
Protagonisten vom Rampenlicht der großen Bühnen hinunter in die Hölle der
Nazi-Diktatur: Dachau, Buchenwald, Auschwitz.
Die Freundschaft und die Debatten zwischen
Löhner-Beda (mit weltmännischer Grandezza: Hannes Gastinger) und Grünbaum
(grüblerisch sarkastisch: Johannes Seilern) stehen im Zentrum des Stücks.
Marcus Thill als SS-Offizier lässt hinter bajuwarischer Jovialität die Abgründe
der Banalität des Bösen erkennen.
Stehende Ovationen für das ganze Ensemble:
Packendes Theater zum Nachdenken im Gedenkjahr. (Kurier)
Mit dem Stück "Freunde, das Leben ist lebenswert" des 1946 geborenen
Schweizer Autors Charles Lewinsky, eröffnete das stadtTheater
walfischgasse am Mittwoch seinen regulären Spielbetrieb. Und landete
damit auf Anhieb einen Volltreffer, was die Qualität von Stück und
Aufführung betrifft.
In einem minimalistischen Bühnenbild (Hans Kudlich)
in leicht verfremdenden Kostümen (Maria Kappeter) agiert ein grandioses
Darstellerteam. In den großen Szenen von Hannes Gastinger und Johannes
Seilern wagt man kaum zu atmen, Thomas Declaude ist erschütternd, Sascha
Oskar Weis fesselnd. Dazu ungemein profiliert: Sebastian Eckhardt,
Marcus Thill, Jörg Stelling.
(Wiener Zeitung)